Versuchstier des Jahres 2009: Das Kaninchen, Bitte mitmachen: Erklärung zum Schutz streunender Tiere, Preisverfall verdirbt Robbenjägern das Geschäft, Schmuggel mit Elfenbein boomt u. a.
17 Apr 2009
| Newsletter Menschen für Tierrechte - Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V. |
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17.04.2009 INHALT
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Versuchstier des Jahres 2009: Das Kaninchen Der Bundesverband Menschen für Tierrechte kürt jedes Jahr ein “Versuchstier des Jahres”. Damit will der Verband die Experimente an einer Tierart öffentlich machen, tierversuchsfreie Möglichkeiten aufzeigen und den Einsatz solcher Verfahren beschleunigen. Dieses Jahr entschied sich die Jury für das Kaninchen. Als sprichwörtliches “Versuchstier” ist das Kaninchen nach Maus und Ratte das am häufigsten im Tierversuch eingesetzte Säugetier. Der Verband kritisiert konkret, dass im Bereich der Medikamententests zur Ermittlung unerwünschter fieberauslösender Wirkungen seit 60 Jahren der sogenannte Pyrogentest am Kaninchen durchgeführt wird – obwohl es seit Jahren ein exakteres Ersatzverfahren mit menschlichem Blut gibt. Doch dieses wird nicht angewendet, weil noch immer keine behördliche Anerkennung vorliegt. Um die überfällige behördliche Anerkennung des In-vitro-Pyrogentests zu beschleunigen, trat der Bundesverband an Bundesforschungsministerin Annette Schavan und an Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner heran. Schreiben auch Sie an die zuständigen Ministerinnen und fordern Sie, den Pyrogentest am Kaninchen zu beenden und tierversuchsfreie Verfahren erheblich mehr zu fördern und zu unterstützen.
Mehr Infos, Musterbrief und Adressen finden Sie unter:
Lesen Sie hier die Pressemitteilung des Bundesverbandes vom 8. April 2009: ____________________________________________________________
Europawahl und Tierrechte Im Vorfeld der EU-Wahl am 7. Juni 2009 hat der Bundesverband alle Vorsitzenden der zur Wahl stehenden relevanten Parteien angeschrieben und konkrete Fragen gestellt, was die Parten in den Bereichen Tierversuche, Zoo, Klonen und landwirtschaftliche “Nutztiere” unternehmen werden. Zudem bat der Verband um Gespräche mit den für den Tierschutz zuständigen Personen. Über die Antworten der Parteien sowie weitere Entwicklungen halten wir Sie auf dem Laufenden. ____________________________________________________________ Bitte mitmachen: Erklärung zum Schutz streunender Tiere Mehrere EU-Abgeordnete fordern in einer Schriftlichen Erklärung das EU-Parlament auf zu veranlassen, dass die Mitgliedstaaten harte Strafen für das Aussetzen oder die Misshandlung von “Haustieren” oder streunenden Tieren verhängen. Weitere Forderungen sind die Einführung eines Verwaltungssystems für die Aufgreifung, Sterilisation und Impfung der Tiere sowie die Unterzeichnung des Europäischen Übereinkommens zum Schutz von Heimtieren. Bitte fordern Sie die deutschen Abgeordneten dazu auf, diese Erklärung zu unterzeichnen.
Hier finden Sie Musterbrief und eMail-Adressen der deutschen EU-Abgeordneten:
Hier können Sie sich die Schriftliche Erklärung als pdf-Datei herunterladen. Am Mittwoch, den 22. April, findet von 10:30 bis 11:00 Uhr dazu auch eine Demo vor dem EU-Parlament in Straßburg statt. ____________________________________________________________ Preisverfall verdirbt Robbenjägern das Geschäft Die Nachfrage nach Pelzen schrumpft und verdirbt den Robbenjägern das Geschäft. Schuld am Preisverfall sind vor allem die Weltwirtschaftskrise und das erwartete EU-Verbot für Robbenprodukte.
Mehr Infos unter: __________________________________________________________ Schmuggel mit Elfenbein boomt Wie befürchtet boomt nach der Legalisierung der Elfenbein-Einfuhr nach China der Schmuggel. In den letzten Wochen wurden in Vietnam und Thailand zwei riesige Elfenbeinlieferungen aus Tansania und Uganda beschlagnahmt. Etwa 1.100 Elefanten mussten dafür sterben. Vermutlich waren die Stoßzähne für China, dem größten Absatzmarkt für Elfenbeinprodukte, bestimmt. Der Bundesverband hatte die Entscheidung des Ständigen Komitees des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (CITES), China den Import von Elfenbein aus Afrika zu erlauben, heftig kritisiert. Denn es ist zu befürchten, dass der Elfenbeinschmuggel nach China außer Kontrolle gerät. ____________________________________________________________ Ausbildung zum Tierschutzlehrer An der Uni Duisburg-Essen können sich neuerdings Lehramtsstudenten der Sekundarstufe I zum Tierschutzlehrer ausbilden lassen. Auf dem Lehrplan stehen Unterrichtseinheiten zu speziellen Tierschutzthemen wie die artgerechte Haltung von “Haus-” und “Nutztieren” sowie die Ursachen und Folgen von Tierquälerei.
Mehr Infos unter: ____________________________________________________________ Termin: Aktionstag und Demo gegen Tierversuche in Tübingen Am 18. April veranstalten die Ärzte gegen Tierversuche in Zusammenarbeit mit den Organisationen AntiSpe Tübingen, Menschen für Tierrechte Baden-Württemberg und animal 2000 anlässlich des “Internationalen Tags zur Abschaffung der Tierversuche” eine Demo mit Kundgebung und Infoständen auf dem Marktplatz in Tübingen. Bitte nehmen Sie teil!
Vorläufiges Programm:
Kontakt und Infos: |
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