| Newsletter vom 13.08.2008: Unsere Meere brauchen echte Schutzgebiete! |
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Liebe Frau Brigitte Büchner,
(Hier können Sie Ihre persönlichen Angaben ergänzen.)
seit gestern sind wir mit den Schiffen "Noortland", "Beluga II" und "Argus" auf der Nordsee aktiv, um einen Teil dieses Meeres wirksam zu schützen: "das Sylter Außenriff". Dieses alte Steinriff ist von der Bundesregierung bei der EU längst als "Natura 2000-Schutzgebiet" gemeldet. Trotzdem müssen wir erleben, dass in einem ausgewiesenen Meeresschutzgebiet täglich zerstörerische, wirtschaftliche Nutzung stattfindet.
Nicht nur der Abbau von Sand und Kies macht dem Gebiet zu schaffen. Zusätzlich durchpflügen Fischereiflotten mit Grundschleppnetzen das artenreiche Riff. Alles, was sich den tonnenschweren Netzen in den Weg stellt, wird zermalmt. Die Bewohner am Meeresgrund werden durch das Fanggerät aus Stahlketten und Nylonnetzen untergepflügt oder erschlagen. Die Folge: Das wertvolle Steinriff wird zerstört, Fische und andere Meereslebewesen verschwinden.
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| Das Natura 2000-Schutzgebiet "Sylter Außenriff" muss endlich wirksam geschützt werden. |
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Warum wird jahrelang Wissenschaft betrieben, um die wertvollsten Gebiete in der Nordsee zu identifizieren? Warum werden diese Schutzgebiete dann von der Bundesregierung gemeldet, wenn in ihnen weiterhin zerstörerische Nutzungen erlaubt bleiben?
Das "Sylter Außenriff" verfügt über besonders faszinierende Lebensgemeinschaften. Viele Bodenlebewesen wie Lederkorallen, Seeanemonen und Miesmuscheln, aber auch bedrohte Fischarten wie Finte und Flussneunauge haben hier ihren Lebensraum. Schweinswale, Seehunde und Kegelrobben nutzen dieses Gebiet zur Nahrungssuche und für die Fortpflanzung. Seltene Vögel wie Stern- und Prachttaucher finden hier ebenfalls Nahrung und Ruhezonen.
Wir wollen nicht weiterhin tatenlos zusehen, wie dieses Meeresschutzgebiet zerstört wird. Seit gestern versenkt Greenpeace daher große Natursteine im "Sylter Außenriff". Mit Steinen von gleichem Material, wie sie auch ursprünglich dort vorhanden sind, vergrößern wir so das Riff. Die Steine bilden ein Schutzschild vor den Schleppnetzen, denn sie machen - im Abstand von wenigen hundert Metern platziert - weitere zerstörerische Nutzung im Gebiet unmöglich.
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| Flashanimation zum Projekt Meeresschutzgebiet |
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Damit schaffen wir eine Ruhezone, in der sich die Meereslebewesen erholen können. So bekommen auch Jungfische eine Chance in Ruhe heranzuwachsen, bis sie schließlich selber laichen. Beispiele aus aller Welt zeigen, dass sich in echten Meeresschutzgebieten die Artenvielfalt und die Fischbestände erholen können. Diesen wirklichen Schutz wollen wir für das "Sylter Außenriff". Es muss mit seiner Tier- und Pflanzenwelt erhalten bleiben.
Lassen Sie uns gemeinsam für die Meere kämpfen: Ein Schiff zu mieten, die Steine zu beschaffen und an Ort und Stelle zu transportieren - all das wird Greenpeace rund 500.000 Euro kosten. Aber das ist uns ein wirksamer Schutz für das "Sylter Außenriff" wert. Wenn es Ihnen möglich ist: Unterstützen Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende.
Vielen Dank für Ihre Hilfe,
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Dr. Iris Menn
Meeresbiologin/Greenpeace
(c) Greenpeace |
PS: Damit Sie sehen, wie Ihre Spende helfen kann, haben wir für Sie eine Animation erstellt. Nutzen Sie die Gelegenheit und klicken Sie rein.
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