Tierheilpraxis Büchner - Naturheilverfahren für Tiere

Scharfe Kritik an HPV-Kampagne

27 Nov 2008

Scharfe Kritik an HPV-Kampagne

In einer gemeinsamen Stellungnahme fordern sie daher eine Neubewertung der HPV-Impfung durch die Ständige Impfkommission der Bundesrepublik Deutschland (STIKO) und das sofortige Ende der irreführenden Informationen. Mit der HPV-Impfung soll die Zahl an Gebärmutterhalskrebs-Erkrankungen gesenkt werden. Im März 2007 hatte die STIKO die HPV-Impfung empfohlen, seit Juli 2007 müssen die Krankenkassen sie erstatten. Seit dieser Zeit haben sich eine Vielzahl von Mädchen und jungen Frauen impfen lassen. Irreführende Informationen haben aber bei vielen Mädchen und Frauen große Verunsicherung ausgelöst.

Wirksamkeit deutlich niedriger als bisher angenommen?

Die Prüfung durch die STIKO erfolgte zu einem Zeitpunkt als die Daten aus den entscheidenden Studien noch gar nicht vorlagen. Besonders relevante Daten sind bis heute nicht veröffentlicht worden. In eigenen Recherchen fanden die unterzeichnenden Wissenschaftler Hinweise darauf, dass die Wirksamkeit deutlich niedriger liegen kann als bisher angenommen. Einige der Zahlen, welche die STIKO ihrer Entscheidung zu Grunde gelegt hatte, sind zudem überhaupt nicht nachvollziehbar. Die unabhängigen Wissenschaftler fordern eine Überprüfung der Empfehlung der STIKO unter Berücksichtigung der aktuellen Daten. Der neuen Bewertung sollte explizit zu entnehmen sein, auf Grundlage welcher Daten die STIKO die Wirksamkeit der Impfung beurteilt.

Angst und Verunsicherung

Die Wissenschaftler wenden sich entschieden dagegen, dass bei Mädchen und Frauen mit falschen Informationen zum Risiko des Gebärmutterhalskrebs Angst und Schuldgefühle erzeugt werden. Ebenso wenig ist es hinzunehmen, dass mit unrealistischen Hochrechnungen falsche Erwartungen an den Impfstoff geweckt werden.
Die Stellungnahme wurde von den folgenden Wissenschaftlern unterzeichnet:
  • Prof. Martina Dören, Prof. Wolf-Dieter Ludwig (Charité, Berlin)
  • Prof. Rolf Rosenbrock (WZB, Berlin)
  • Dr. Ansgar Gerhardus, Prof. Claudia Hornberg, Prof. Oliver Razum (Universität Bielefeld)
  • Prof. Petra Kolip, Corinna Schach, Prof. Norbert Schmacke (Universität Bremen)
  • Prof. Jürgen Windeler (MDS, Essen)
  • Prof. Ferdinand M. Gerlach (Universität Frankfurt)
  • Prof. Michael M. Kochen (Universität Göttingen)
  • Prof. Ingrid Mühlhauser (Universität Hamburg)
Der vollständige Text kann im Internet unter http://www.uni-bielefeld.de/gesundhw/ag3/downloads.html heruntergeladen werden.

Quelle

  • idw

Kommentare

5
Elisabeth Metz-Melchior
27.11.2008 - 17:51
Gratuliere, endlich wird klar, wer auf der Gesundheit der Frauen und auf Kosten der Krankenkassen abzockt.
Alle Kassen sollten aufgefordert werden die bezahlten Impfungen zurückzufordern
4
zevau
27.11.2008 - 17:43
Das Schändliche dabei ist doch, dass die Empfehlungen der StIko bindend für Ärzte und Apotheker sind! Und die gesetzlichen Krankenkassen, i.e. wir alle als Beitragszahler, gezwungen sind, die Hersteller direkt zu finanzieren.
Unfassbar, das öffentlich bestellte Entscheider Geld von Firmen nehmen, deren Produkte sie beurteilen sollen.
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doc_din
27.11.2008 - 17:34
Hallo merkur

nun mal Butter bei die Fische. Wer sitzt denn eigentlich in der Impfkommission? Nicht nur andeuten, sondern sagen.
2
annabe
27.11.2008 - 16:41
Hallo Merkur, leider gilt ds aber für fast alle Impfempfehlungen der Stiko; wer im Aufsichtsrat der Pharmaindustrie =Hersteller der Impfmittel sitzt, kann gut empfehlen, damit steigen die "kleinen Nebeneinnahmen" doch erheblich.
1
merkur_1
27.11.2008 - 15:00
Endlich melden sich angesehene Mediziner zur HPV-Impfung. Schaut doch mal nach, wer in der STIKO sitzt! Bleiben da noch Fragen?

von admin

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