EU-Agrarausschuss gegen mehr Tierschutz für Versuchstiere - Massentierhaltung: Resolution und Symposium im Kreis Düren - Hessen ergreift die Initiative für ein Verbot der Patentierung von Tieren - Grüne im Bundestag für Haltungsvorschriften für Kaninchen
03 Apr 2009
| Newsletter Menschen für Tierrechte - Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V. |
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03.04.2009 INHALT
____________________________________________________________ Pressemitteilung des Bundesverbandes vom 31.03.2009
EU-Agrarausschuss stimmt gegen mehr Tierschutz für Versuchstiere Die EU-Richtlinie 86/609 zum Schutz von Versuchstieren steht vor einer Änderung. Der Agrarausschuss des EU-Parlaments hat in seiner heutigen Sitzung beschlossen, den Änderungsentwurf der EU-Kommission zu Gunsten der Wissenschaftler und zu Ungunsten des Tierschutzes zu verwässern. Diesem Votum soll das EU-Parlament in seiner Abstimmung am 5. Mai 2009 folgen.
Lesen Sie hier die vollständige Pressemitteilung: ____________________________________________________________ Aktiv gegen Tierversuche in Europa: Treffen und Demo in Prag Der Bundesverband ist Mitglied in der Europäischen Koalition zur Beendigung von Tierversuchen (European Coalition to End Animal Experiments, ECEAE). Die ECEAE trifft sich zweimal pro Jahr, um die Aktivitäten und das Vorgehen gegen Tierversuche zu koordinieren. Da im ersten Halbjahr 2009 die Tschechische Republik die EU-Ratspräsidentschaft innehat, trafen sich die ECEAE-Mitglieder Ende März in Prag und besprachen die nächsten gemeinsamen Schritte in Sachen EU-Tierversuchsrichtlinie und EU-Chemikalienprogramm (REACH). Am Rande der Konferenz, bei der auch der Bundesverband vertreten war, fand eine Demonstration vor dem Gebäude der Tschechischen Regierung statt. Mit einem Transparent der europaweiten ECEAE-Kampagne “12 Millionen Gründe für eine fortschrittliche, humane Wissenschaft” demonstrierten die Mitglieder der Koalition, sprachen mit Politikern über den Novellierungsentwurf und überreichten der tschechischen Verteidungsministerin Vlasta Parkanova die Forderungen der ECEAE für die neue EU-Tierversuchsrichtlinie. Der ECEAE gehören 19 Tierschutzorganisationen aus 17 Ländern an. ____________________________________________________________ Massentierhaltung: Resolution und Symposium im Kreis Düren Vor wenigen Wochen hat der Bundesverband Aufnahmen aus einer skandalösen Hennenhaltung in Vettweiß im Kreis Düren (NRW) veröffentlicht. Der Verband erstattete Strafanzeige gegen den Tierhalter, auch das Veterinäramt stellte Missstände fest und leitete ein Verfahren ein. Jedoch ist die Haltung von “Legehennen” nicht das einzige Problem im Kreis Düren. Auch Hühner- und Schweinemastbetriebe gibt es dort zuhauf bzw. sollen neu gebaut werden. U. a. auch durch das Engagement des Bundesverbandes gegen die tierquälerischen “Legehennen”- und “Masthühner”-Betriebe im Kreis Düren hat sich jetzt ein Zusammenschluss von Tier- und Umweltschutzorganisationen sowie Bürgerinitiativen gegen Massentierhaltung mit einer Resolution an den Landrat gewandt, der der Massentierhaltung sehr kritisch gegenübersteht. In der Resolution fordern die Organisationen den Landrat auf, ein Symposium zu veranstalten, bei dem die Verhinderung weiterer Massentierhaltungen im Kreis Düren thematisiert werden soll. Die Resolution soll dem Landrat Anfang Mai überreicht werden.
Weitere Informationen: ____________________________________________________________ Hessen ergreift die Initiative für ein Verbot der Patentierung von Tieren Die hessische Landesregierung hat eine Bundesratsinitiative gestartet mit dem Ziel, dass sich die Bundesregierung auf EU-Ebene für ein Verbot der Patentierung von Tieren und Pflanzen einsetzt. Die derzeit geltende EU-Patentierungsrichtlinie erlaubt unter bestimmten Bedingungen die Patentierung genmanipulierter Tiere und Pflanzen. Jedoch werden auch immer häufiger Patentanträge auf konventionelle Tiere und Pflanzen gestellt, als handele es sich nicht um Lebenwesen, sondern um technische Erfindungen. Trotz vielfältiger Proteste - auch des Bundesverbandes - gegen die Patentierungsrichtlinie wurde sie bislang nicht revidiert. Dieses Ziel verfolgt nun die hessische Bundesratsinitiative.
“Lautenschläger: Keine Patentierung von Tieren und Pflanzen” ____________________________________________________________ Grüne im Bundestag für Haltungsvorschriften für Kaninchen Nachdem der Bundesrat auf Antrag von Baden-Württemberg und Niedersachsen Anfang März die Bundesregierung aufgefordert hat, Vorgaben zur Haltung von “Mast-” und “Wollkaninchen” zu schaffen, fordert dies auch die grüne Bundestagsfraktion in einem Antrag vom 18.03.2009. “Mastkaninchen” werden meist in engen Käfigen auf Metall- oder Kunststoffrosten gehalten. Die Tiere leiden unter schmerzhaften Pfotengeschwüren und Wirbelsäulenverkrümmungen; Verhaltensstörungen bis hin zu Kannibalismus und Selbstverstümmelung sind an der Tageordnung. Bis zu 50 Prozent der Tiere sterben aufgrund der schlechten Haltungsbedingungen und an Infektionskrankheiten. Gesetzliche Haltungsvorschriften gibt es bislang weder in der EU noch in Deutschland. Solange Kaninchen noch gehalten werden, sind solche Vorschriften angesichts der desolaten Situation der Tiere jedoch absolut notwendig.
Antrag der Bundestagsfraktion von B90/Die Grünen ____________________________________________________________ Bitte unterzeichnen: UN-Deklaration zum Tierschutz Ein weltweites Bündnis von Tierschutzorganisationen will eine Deklaration der Vereinten Nationen zum Tierschutz erreichen. Eine solche Deklaration hätte zur Folge, dass Tiere weltweit als fühlende und leidensfähige Lebewesen anerkannt würden und die Gesetze in den Ländern dem Rechnung zu tragen hätten. Bislang haben fast zwei Millionen Menschen die Petition für eine UN-Deklaration zum Tierschutz unterzeichnet. Das Ziel sind zehn Millionen. Bitte unterzeichnen Sie auch und sammeln Sie auch in Ihrem Bekanntenkreis Unterschriften. Ausführliche Informationen sowie den Entwurf der UN-Deklaration finden Sie unter diesen Links:
Animals matter to me, Kampagnenseite auf Englisch ____________________________________________________________ Demo am 18. April: Stoppt Affenqual in Tübingen! Am 18. April veranstalten die Ärzte gegen Tierversuche in Zusammenarbeit mit den Organisationen AntiSpe Tübingen, Menschen für Tierrechte Baden-Württemberg und animal 2000 anlässlich des “Internationalen Tags zur Abschaffung der Tierversuche” eine Demo mit Kundgebung und Infoständen auf dem Marktplatz in Tübingen. Bitte nehmen Sie teil!
Vorläufiges Programm:
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