Tierheilpraxis Büchner - Naturheilverfahren für Tiere

Ein Leben für die Ente

13 May 2009

Presse-Mitteilung

 

Ein Leben für die Ente

Hermine Ohler leitet ehrenamtlich und quasi rund um die Uhr die Enten-Hotline in Düsseldorf und hat jetzt in der Brutsaison
alle Hände voll zu tun

Über 400 Mal musste Hermine Ohler in diesem Jahr schon ihren „Entenverstand“ unter Beweis stellen: Die agile 61-Jährige wird immer dann gerufen, wenn Entenmütter mit ihren Küken dort auftauchen, wo sie normalerweise nicht hingehören – auf Balkonen, Terrassen, Garagendächern oder mitten im Großstadtverkehr beispielsweise. „Dass Enten in unmittelbarer menschlicher Nachbarschaft brüten, ist gar nicht so ungewöhnlich“, erklärt Hermine Ohler. „In Parkanlagen finden die Tiere durch stöbernde Hunde und spielende Kinder kaum Ruhe.“

Zwischen April und Juli hat die inoffizielle „Entenbeauftragte der Stadt Düsseldorf“ Hochsaison, die Küken sind geschlüpft und erkunden als Nestflüchter im Schlepptau der Mutter die Umgebung. Wenn sie dabei verkehrsreiche Straßen überqueren oder hilflos auf Dächern und Balkonen wuseln, wisse kaum jemand, was zu tun sei, so Ohler. „Die Mutter zu fangen gelingt fast nie“, weiß die Expertin. „Enten können schließlich hervorragend fliegen.“ Sammle man stattdessen die Küken ein, könnte das für den Nachwuchs fatale Folgen haben. „Küken brauchen ihre Mutter zum Schutz und zum Wärmen. Auf viele wirken die Kleinen zwar putzmunter und selbstständig, aber das täuscht.“

Wird Hermine Ohler alarmiert, rückt sie in ihrem kleinen Auto und mit einem Drahtgehege an. „Ich fange grundsätzlich die gesamte Entenfamilie“, betont sie. „Nicht mit Gewalt, sondern mit Einfühlungsvermögen und ein paar Tricks.“ Anschließend geht es zum nächstgelegenen Gewässer, einen See zum Beispiel. Nur wenn die Küken frisch aus den Eiern geschlüpft sind, kommen sie für ein paar Tage in einen Stall. „Diese kleinen Gehege in einem Schuppen hat die Stadt zur Verfügung gestellt“, erzählt Ohler. „Weitere offizielle Zuwendungen gibt es nicht. Zum Glück bezahlt mir der Düsseldorfer Tierschutzverein Benzin und eventuelle Tierarztkosten. Für alles andere muss ich selber aufkommen … und das seit nunmehr zwölf Jahren.“

Für Philip McCreight von der Tierschutzorganisation TASSO e.V. hat Hermine Ohlers Engagement Vorbildcharakter. „Wenn es Tieren schlecht geht, schauen immer noch sehr viele Menschen weg, sie wollen weder Zeit noch Geld und Mühe investieren. Den ehrenamtlichen Tierschützern gilt deshalb mein besonderer Respekt. Ohne sie sähe es in unserer Welt um einiges schlechter aus!“

TASSO e.V.

Frankfurter Str. 20 ● 65795 Hattersheim ● Germany

 Telefon: +49 (0) 6190.937300 ● Telefax: +49 (0) 6190.937400

 eMail: newsletter@tasso.net ● HomePage: www.tasso.net

von admin

Zurück