Tierheilpraxis Büchner - Naturheilverfahren für Tiere

Antibiotika-Resistenzen weiter angestiegen

10 Oct 2008

Antibiotika-Resistenzen weiter angestiegen

Bei einzelnen Krankheitserregern wie Staphylokokken, Kolibakterien und Enterokokken ist danach ein deutlicher Anstieg der Resistenzen zu verzeichnen. Dies schränkt die Wirkung von Antibiotika ein und verschlechtert die Behandlungsmöglichkeiten. Dieser Trend ist nach Darstellung der Studienautoren umso gefährlicher, als zugleich die Einführung neuer Antibiotika stagniere. Deren Entwicklung sei für Pharmafirmen weniger wirtschaftlich als andere Mittel. Der Erhalt der Wirksamkeit der verfügbaren Mittel sei daher besonders wichtig und der Resistenzbildung müsse stärker entgegen gesteuert werden, forderten die Fachleute und Mitverfasser bei der Vorstellung des ersten Antibiotika-Resistenzatlas «Germap 2008».

Antibiotika nicht vorschnell verschreiben

Dazu gehörten eine bessere Hygiene in Krankenhäusern sowie auch genauere Diagnosen von Ärzten, die nicht vorschnell Antibiotika verschreiben sollten. «Jedes überflüssige Antibiotikum begünstigt die Entwicklung von Resistenzen», sagte der Vizepräsident der Paul- Ehrlich-Gesellschaft für Chemotherapie (PEG), Prof. Eberhard Straube. Patienten sollten sich an die Dosierungsvorgaben halten. Bei ambulant - also außerhalb eines Krankenhausaufenthalts - erworbenen Infektionen hat sich die Resistenzlage nach den Daten in den vergangenen 10 bis 15 Jahren wenig verändert. Auffälligster Befund sei der stetige Anstieg der Resistenz gegen sogenannte Makrolide bei den Pneumokokken gewesen, der inzwischen aber gestoppt sei. Weitere Resistenzbildungen gab es bei der Tuberkulose, Geschlechtskrankheiten wie der Gonorrhö («Tripper») und Salmonellen. Bei Patienten in Krankenhäusern zeigte sich seit den 90er Jahren vor allem eine starke Zunahme von Multiresistenzen bei Staphylokokken (MRSA).

300 Tonnen Antibiotika pro Jahr

In der Humanmedizin werden nach der Datensammlung in Deutschland aktuell etwa 250 bis 300 Tonnen Antibiotika pro Jahr verbraucht. Dabei entfallen rund 85 Prozent der Verordnungen auf den ambulanten Bereich. Der Atlas ist eine gemeinsame Veröffentlichung des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL), der Paul-Ehrlich-Gesellschaft für Chemotherapie (PEG) und der Infektiologie am Universitätsklinikum Freiburg. Ein weiteres großes Problem sind auch Resistenzen beim Antibotika- Einsatz in der Nutztierhaltung, die möglicherweise auch auf den Menschen übergehen können. Auch wenn hier in den vergangenen Jahren kein gravierender Anstieg der Resistenzen festzustellen sei, müsse unbedingt ein verantwortungsvoller und sachgerechter Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung beachtet werden, sagte BVL-Fachmann Jürgen Wallmann. «Antibiotika sind kein Mittel, um schlechte Haltungsbedingungen, Managementfehler oder mangelhafte Hygiene zu kompensieren.»

Quelle

  • dpa

Kommentare

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nur ein Gast
10.10.2008 - 19:08
Tendenz: positiv
Nun wer das nicht versteht dem helfen wohl auch keine Pillen mehr nur eine schwere Amputation!Man frisst sich sozusagen ins eigne Verderben!!!Also was tun wir ? Uns vor die Futterkette der Tiere stellen ...und die Gesundheitspolitik Spaniens verstehe ich nun mal gar nicht...da wundert man sich nicht, daß da kein Geld für Hygiene mehr vorhanden ist!!
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DR.RAINER HÖRNING
10.10.2008 - 16:38
Tendenz: positiv
Alles richtig, was hier beschrieben wird, das kennen wir als Mikrobiologen und Hygieniker seit mehr als 25 Jahren mit der Tendenz zur Verschlechterung.Spanien, als Land der höchsten Pneumokokkenresistenz geht mit schlechtem Beispiel voran, weil sich jeder Patient Antibiotika in der Apotheke ohne Verschreibung kaufen kann.Hospitalhygiene: Ein Grauen.....
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Tendenz: positiv Tendenz: negativ

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von Brigitte Büchner

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